Werte Freunde der Fliegenden Wahrheit,
wenn man in diesen schönen Sommertagen durch unser wunderschönes Deutschland reist, erlebt man oft zwei Welten: Einerseits bedrückenden Verfall und Niedergang – marode, nicht mehr funktionierende Infrastruktur, maßlose Überfremdung, prekären Sittenverfall… Andererseits aber auch ein immer stärker werdendes, noch leises, aber kraftvolles, inneres Aufbegehren wider diesen Verfall. Unsere Menschen, junge, wie alte, suchen die Rückkehr zur Heimat, möchten ihr wieder treu sein. Man besucht die Kleinodien Deutschlands – die Waldlichtungen, die Quellen, die Burgen, Schlösser, Thingstätten, heute mit einer anderen Hingabe als noch vor ein paar Jahren. Im Angesicht des drohenden Verfalls sucht die Seele einen tiefen innerlichen Kontakt zu ihrer uralten deutschen Heimat, man nimmt sich Zeit für die uralten Lieder unserer deutschen Erde, die so lange von ablenkendem Geschwätz überschattet waren.
Unsere Jugend sucht wieder das Band zu unseren Alten. Aber nicht zu jenen Alten, die dieser oder jener Seite der Besatzungsmächte verfallen sind. Sie haben genug von „Schuld“ und „Unsere Demokratie“ gehört, genug von der vermeintlichen „Freiheit“ maßlosen, selbstvergessenen Konsums. Unsere Jugend spürt, daß mit unserer Geschichte, so, wie sie uns in den Schulen, Universitäten und Medien vorgebetet wird, etwas nicht stimmt ; daß mit der Glaubwürdigkeit ihrer Lehrer – und überhaupt mit der Glaubwürdigkeit des ganzen Systems, in dem sie aufwachsen, etwas nicht stimmt. Immer mehr von ihnen suchen darum die Wahrheit über unsere deutsche Geschichte.
Ein entscheidender Teil dieser Wahrheit ist, dass die Dinge, die ihnen über die „Hitlerzeit“ erzählt werden, falsch sind. Nicht nur „aus Versehen“ falsch erzählt, sondern vorsätzlich falsch erzählt.
In der folgenden Artikelreihe wird es um eine elementar wichtige Richtigstellung zu unserer deutschen Geschichte gehen; darum, was für eine ausschlaggebende Rolle das Thema VERRAT im Zweiten Weltkrieg und seinen Folgeerscheinungen spielt.
Ich möchte einleitend ein Schlaglicht auf einen Punkt unserer Geschichte werfen, der exemplarisch für jenes große weltpolitische Ringen steht, das, seit der ersten Deutschen Reichsgründung, immerzu zwischen deutschem Freiheitsstreben und (religiös motivierter) Fremdeinwirkung bestanden hat. – Wir gehen, für dieses exemplarische Beispiel, ins vorletzte Jahrhundert und geben dem jungen Preußenprinz Friedrich das Wort:
„Die Maler und Geschichtsschreiber haben das miteinander gemein, dass sie die Natur abschildern sollen; jene malen die Züge und Farben der Menschen, diese ihre Eigenschaften und Handlungen. Es gibt sonderbare Maler, die nichts als Ungeheure und Teufel gemalet haben. Machiavelli ist ein Maler dieser Art. Er stellet die Welt als eine Hölle vor, und alle Menschen als Verdammte. Man möchte sagen, er habe das ganze menschliche Geschlecht aus Hass gegen dasselbe, verläumden wollen und sich vorgenommen die Tugend zu vernichten, vielleicht deswegen damit alle Einwohner der Erden ihm ähnlich werden mögen.“

– Diese bedeutsamen Worte schrieb der junge Prinz Friedrich von Preußen (der spätere König Friedrich der Große) in seinem „Versuch der Critik über den Machiavell“, einer Gegenschrift zu Niccolo Machiavelli’s „Der Fürst“ – einem „Lehrbuch“, das Fürsten dazu inspirieren sollte, durch „geschickte Verstellung“, Sähen von Zwietracht, Ausnutzung menschlicher Schwächen und noch ärgeren „Kunstgriffen“, die eigene Macht auszudehnen.
Voltaire, ein guter Freund des Prinzen, ließ dessen Gegenschrift 1740 anonym veröffentlichen und merkte im Vorwort an:
„Das Gift des Machiavells ist allzu bekannt, das Gegengift musste es auch sein“.
Machiavelli und seinesgleichen postulieren, dass der Mensch an sich zum Schlechten dränge und leiten daraus ab, man könne die Menschen nur mit Strenge und Strafe und unter geschickter Ausnutzung ihrer Schwächen führen.
„Machiavell gibt vor, es sey nicht möglich in einer so bösen und verderbten Welt ganz und gar gut zu sein, wo man nicht umkommen wolle“…“Ein Fürst treffe es besser bei der Furcht als bei der Liebe, weil die meisten Menschen zur Undankbarkeit, zur Verstellung, zur Niederträchtigkeit und zum Geiz geneigt wären. Die Liebe sei ein Band, das durch die Bosheit und niedrige Unart der Menschen sehr schwach gemacht worden; dahingegen sei man bei der Furcht der Strafe sicherer, dass sie ihre Pflicht beobachteten. Über ihr Wohlwollen seien die Menschen Herren, aber über ihre Furcht nicht.“
Die Frage, ob jemand wie Machiavelli überhaupt fähig wäre zu lieben und gütig zu sein, stellt sich für ihn selbst und Seinesgleichen damit gar nicht erst.
Friedrich beschreibt dazu sehr treffend:
„Ein grausamer Mensch hat ein menschenfeindliches und von schwarzer Galle angegriffenes Temperament: wenn er von seiner Kindheit an diese unglückliche Leibesbeschaffenheit nicht bestreitet, so kann es nicht fehlen, er muss ebenso rasend, als unsinnig werden.“
Diese „Schwarze Galle“ ist ganz wörtlich zu nehmen. Geist und Leib gewisser Menschen sind davon durchtränkt und werden davon gesteuert, was, genau wie Friedrich es benennt, zu unsinnigem, sprunghaftem, zerrissenen Denken und zu emotionaler Raserei führt. Das innere Gewebe, die innere Welt, solcher Menschen ist ein unheiles Chaos, wie ein finsterer Abgrund voll greller Scherben, in dem sie nicht selber der Herr sind, sondern mal von diesen, mal von jenen unheilvollen Gedankenströmen „geritten“ werden. – Weshalb solche Maler meist nur „Ungeheure und Teufel“ malen können oder wirren Unsinn. Doch ausgerechnet diese zerrissenen Kreaturen erheben sehr häufig den Anspruch über andere Menschen urteilen, richten und herrschen zu dürfen.
Friedrich hält entgegen:
„Der Menschen Treu und Glauben mißbrauchen, schändliche List anwenden, meineidig werden, Meuchelmorde begehen; sehet, dieses nennet der Lehrmeister der Bubenstücke Klugheit. Ich frage aber, ob das Klugheit sei, wenn man zeiget, wie man meineidig werden könne? Wenn ihr Treu und Eid brechet, was wollt ihr denn für Bürgen der Treue der Menschen haben? Gebt ihr Exempel der Verräterei, so befürchtet selbst verraten zu werden; Gebt ihr Exempel des Meuchelmordes, fürchtet die Hände die eurer Schüler“.
„Ein König, der nur die Absicht hat, sich Furcht zu erwecken, wird nur über elende Sklaven regieren. Er wird sich von seinen Unterthanen keine großen Taten versprechen können, Alles, was aus Furcht und Blödigkeit geschieht, hat jedesmal dieses Ursprunges Merkmal an sich. Ein Fürst, der die Gabe hat, sich Liebe zu erwecken, wird über die Herzen regieren: denn seine Unterthanen finden selbst ihren Nutzen dabey, daß er ihr Herr ist und in den Geschichten sind sehr viele Exempel großer und vortrefflicher Thaten, die aus Liebe und Treue verrichtet werden.“

Die Lehre des Niccolo Machiavelli war nicht die erste dieser Art und auch nicht die letzte. Die Angriffe auf die menschliche Tugend, in Form derartiger „Lehrwerke“, ziehen sich vielmehr wie ein roter Giftfaden durch unsere europäische Geschichte. Zuerst waren es religiöse Lehren, dann nahm man sich Staats-und Rechtslehren vor, danach kam man als „Psychoanalytiker“ daher und heute treten die Giftmischer als „Soziologen“ auf. Die Schüler Machiavellis haben sich indes auch reichlich vermehrt und dazugelernt.
Nach dem Zweiten Weltkrieg kamen sie nicht einfach nur als Sieger und Besatzer, die sich das Recht herausnahmen, über die Besiegten zu urteilen und zu herrschen. Nein, sie taten etwas viel Ärgeres: Sie zogen die Kleider, die Uniformen und Roben unserer Toten an, übernahmen unsere Häuser und Höfe, unsere Regierungs- und Richterstühle, unsere Firmen und Geschäfte, unsere Botschaften und Diplomatenpässe, alles, was einmal guten Ruf und Namen in der Welt hatte. Die Folgen kann heute jeder sehen: die einstmals guten deutschen Namen sind zu faulen Eiern und Lachnummern verkommen, womit all das, was unsere Vorfahren errichtet, hochgehalten und verteidigt haben, in den schändlichsten Dreck gezogen wird. Es scheint den Geisteskindern Schwarzer Galle nicht genug, uns auszulöschen und unser Erbe auszuzehren, man scheint auch noch zu wollen, dass die ganze Welt auf unsere Gräber spuckt.

Aber noch gebietet die doch noch vorhandene Erinnerung an Anstand, Tugend und Ehre, die schwarze Galle nicht völlig ungezügelt umher zu speien, sondern doch noch den Schein zu wahren,, als lobe und hüte man Recht und Moral. Das allerdings führt zur am schwersten erträglichen Erscheinung des Niedergangs: der Heuchelei.
Nach 80 Jahren „Demokratie-Bildung“ haben wir in der BRD anstelle aufrechter deutscher Tugend nur noch eine heuchlerische Fassade sogenannter „Zivilcourage“, die sich vor allem dadurch auszeichnet, Deutsche, die sich für deutsche Traditionen und Interessen einsetzen, anzufeinden und nieder zu beißen; anstelle eines Geschichts-bewusstseins und einer Geschichtsbildung, die unserer langen und ehrwürdigen Historie gerecht wird, haben wir in der BRD nur noch eine sogenannte „Erinnerungskultur“, die sich ebenfalls vor allem dadurch auszeichnet, alles originär Deutsche und Germanische niederzumachen.
Der gelehrige BRD-Student und vorbildliche „Bundesbürger“ erhält für seine demokratische „Courage“ allerlei Leckerlis und Auszeichnungen, darf sich im Weihrauchdunst „ehren“ lassen, obwohl er weder etwas Bahnbrechendes leisten und noch weniger ernsthaft etwas riskieren muß, sondern nur „laut für die Demokratie eintreten“ braucht. Wo Gratismut derart belohnt und hofiert wird, werden Feiglinge herangezüchtet, die sich für Helden halten. In der BRD wird dies auf die Spitze getrieben, indem diese „Vorzeige-Helden“ im Besonderen dafür belohnt werden, ihrem eigenen Volk in den Rücken zu fallen und dessen Ringen ums Überleben zu torpedieren.
Allein schafft ein Gegner es nicht, ein großes Kulturvolk auszuradieren, er muss erst Teile des Volkes selbst zur Mittäterschaft gewinnen. in unserem Falle stand die germanische Tugendhaftigkeit so lange und zäh im Weg, dass man erst diese selbst vergiften und gegen uns drehen musste. Nun wachsen unsere Kinder unter Dauerhypnose der „Demokratie-Bildung“ und „Erinnerungskultur“ auf, die ihnen, von klein auf, von der Bosheit, dem Ungeist und dem Mitläufertum ihrer „Nazi“-Vorfahren erzählen und von den „Widerstands-Helden“ gegen das „Nazi“-Regime, die, im Gegensatz dazu, als Vorbilder der Courage und Tapferkeit anzusehen seien. Zahlreiche Straßen und Plätze wurden nach diesen „Widerstands-Helden“ benannt, zusätzlich sind die Bürgersteige mit kostspieligen, goldenen „Stolpersteinen“ versehen, die ihre Namen tragen, um uns auf Schritt und Tritt daran zu erinnern, wen wir als unsere „Volkshelden“ anzusehen haben – und wie bösartig unsere grausamen Nazi-Großeltern, diese Tentakel der „militaristischen deutschen Bestie“, gegen diese ehrenwerten Helden und Märtyrer der Demokratie vorgegangen sind… Alles sehr opferkultig und ein wenig, wie eine Fortsetzung des Jesus-Kultes, an den ja auch aller Ortens Gedenk-Galgenkreuze erinnern und in Messen voller weinerlicher Fürbitten die Knieenden um „Vergebung unserer Schuld“ jammern…
Nun entspricht es aber überhaupt nicht dem germanisch-deutschen Wesen, nicht dem ursprünglichen deutschen Reichsgedanken und auch nicht einmal der vorgeblichen „freiheitlichen“ Demokratie selbst, Staat und Volk einem religiösen Kult zu unterwerfen.
– Also sollten wir diese neue Religion der „Widerstands-Helden“, die uns so aufdringlich aufgezwungen wird und das moralische Fundament des „Neuen Deutschland“ bildet, doch einmal genauer unter die Lupe nehmen…

Den Auftakt, diese Artikelreihe schreiben zu wollen, gab mir eine Augen öffnende Ausgabe von DER WEG aus dem Dürer-Verlag:
„REICHSVERRÄTER“ von Professor Johann von Leers.
„REICHSVERRÄTER“ erschien in den 1950er Jahren als dreiteilige Sonderausgabe der Zeitschrift „DER WEG“, die vom deutschen Dürer-Verlag in Argentinien herausgegeben wurde und eine weltweite Leserschaft hatte, die nicht nur aus (ehemaligen) deutschen Nationalsozialisten, sondern auch einem weltweiten Freundeskreis derselben bestand. Leers Recherchen stützen sich auf Bücher von Freund und Feind, die während und nach dem Krieg veröffentlicht (manche auch direkt wieder einkassiert) wurden, auf direkte Zeitzeugenaussagen, sowie Akten, Briefwechsel, Medienberichte und sonstige Dokumente aus aller Welt. In der BRD wurden die „REICHSVERRÄTER“-Hefte selbstverständlich verboten, da sie das Narrativ der „edlen Widerstandskämpfer“ und der „Befreiungs“-Absichten der „Siegermächte“ gehörig ins Wanken bringen. Sie fanden dennoch genug Leser und Mithelfer, um ein Fundament zu bilden, auf dem weitere Recherchen und Aufklärungsarbeit möglich wurden.
Die Hefte sind weniger anklagend, als man zunächst vielleicht vermuten könnte, es geht nicht um Rache, es geht um Wahrheit. Von Leers schrieb zum Auftakt der Heftreihe ein sehr schönes Vorwort, mit dessen Wiedergabe ich nun auch, in herzlichem Dank an den Dürer-Kreis für seine Treue zu unserem Volk, unsere Artikelreihe hier beginnen möchte:
REICHSVERRÄTER –
Vorwort
Diese Hefte bieten noch keine erschöpfende Darstellung des sogenannten „Widerstandes“ in Deutschland. Eine solche wird einmal notwendig und nützlich sein, zumal bisher die Literatur über dieses Thema sehr einseitig war. Sie erinnert oft an die Verteidigungsreden von Beschuldigten, denen überhaupt noch keine Anklageschrift zugestellt ist, sondern die nur immer wieder eine Stimme in manchen von ihnen zum Schweigen zu bringen trachten, die ihnen sagt, daß sie aus sehr zweifelhaften Motiven, oft nur aus niedrigem Parteihaß, ihr Volk um Sieg und Zukunft gebracht und den Teilungsmächten ausgeliefert haben.
Diese Hefte sind auch nicht die große, jede Einzelheit umfassende Anklageschrift, die die Deutsche Nation einmal denen zustellen wird, die bewußt an ihrer Niederlage mitgewirkt haben.Das Ziel dieser Hefte ist viel bescheidener — sie wollen die Frage behandeln, ob vor und während des letzten Krieges dass Deutsche Reich und Europa verraten worden sind. Dabei wird man Verrat im allgemeinen, volkläufigen Sinne als Untreue und Preisgabe lebenswichtiger Interessen des Reiches an den möglichen oder bereits gegen das Reich kämpfenden Feind ansehen müssen.
Der gerade und treue Soldat und Unteroffizier, der unter den Fahnen des Reiches von Sieg zu Sieg marschiert ist und bis zum bitteren Ende treu blieb, soll erfahren, wer „oben“ sein Opfer zunichte gemacht und wer „oben“ mit dem Feind gegen das Vaterland gezettelt hat. Man muß gegen die unwahre, den Volkswillen verfälschende Zwangsdemokratie an das wirklich ehrenfeste Volk appellieren und ihm das Wissen geben, das seine Treiber ihm vorenthalten möchten.
Diese Hefte können auch nicht annähernd alles Material über die stattgehabte Sabotage und den Verrat bringen. Der Verfasser bittet daher herzlich alle reichstreuen Deutschen und alle nichtdeutschen Kameraden, die an unserer Seite gefochten haben, ihm mitzuteilen, was immer sie an greifbaren Fällen des Reichsverrates und Europa-Verrates wissen. Vor allem richtet sich diese Bitte auch an jene Männer der Abwehr, die dem Reich und ihrem Eid treu geblieben sind und nicht möchten, daß sie und ihre ganze einstige Organisation in den Verdacht geraten, es mit den Canaris, Oster und Komplizen gehalten zu haben.
Es wird Zeit, das Material über den großen Verrat zu sammeln. Einmal, weil die Interessierten in Deutschland mittels einer ihnen dienstbaren Gesetzgebung dem Volke einen Knebel in den Mund stoßen, damit es nicht mehr diejenigen anklagen kann, die es in seinem Kampf dem Feinde preisgaben. Zum andern, weil bald die große Vertuschungsaktion einsetzen wird. Dann wird von denen, die sich noch heute, Ansprüche stellend, zum „Widerstand “ gegen das Reich bekennen und dafür gar noch Anerkennung heischen, es bald keiner mehr gewesen sein wollen.
Diese Hefte wollen nicht zu Haß und Rache aufrufen. Außerdem gibt es Taten, die jenseits des Maßes menschlicher Strafe stehen. Dazu gehört der Verrat an der eigenen Heimat, am eigenen Reich, an unserer gemeinsamen europäischen Kultur, an der rührenden, unendlich tapferen Hingabe unseres Volkes und unserer Kameraden aus so vielen europäischen Völkern gegen den Bolschewismus und seine Verbündeten. Das klassische Altertum, die alten Römer sprachen in solchen Fällen auch nicht mehr von Verbrechen (crimen), sondern von Frevel (nefas), der den Täter „sacer “, d. h. verflucht und der Rache der unterirdischen Götter verfallen machte.Wohl aber zittert durch diese Darstellung Schmerz um einen Frühling unseres Volkes, der gemordet wurde, ehe er Früchte tragen konnte, und lebt in ihr die unverbrüchliche Treue zum Reich und zu allen denen, die selbeTreue gehalten haben bis zum bitteren Ende — und darüber hinaus.
Aber wie auf die tiefe, dunkle Winternacht irgendwann das Licht kommen wird, so wird auch, was groß und gut war an unserem Reich, das man verriet, einmal strahlend wieder auferstehen. Des warten wir in Treuen.
Prof. Dr. Johann von Leers
Das erste REICHSVERRÄTER-Kapitel widmet sich Fritz Max Cahen, einem der jüdischen Anführer des „Widerstands“.
Ich möchte dieses Kapitel hier ausführlich abbilden, weil es uns manches über den Aufbau und die Vorgehensweise eines Netzwerkes zeigt, das, schon lange vor Hitlers Machtergreifung, damit gerechnet hatte, dass das Deutsche Volk sich aus dem erniedrigenden Elend der „Versailler Vertrags-Republik“ freizukämpfen versuchen musste – und sich, im Hinterhalt, gegen dieses deutsche Aufbegehren vorbereitet hatte:
Noch während des Zweiten Weltkrieges erschien in London ein Buch, das inzwischen zu einer ausgesprochenen Seltenheit geworden ist. Es dürfte überhaupt nicht zur Kenntnis des deutschen Volkes gelangt sein, da es bald von interessierter Seite eifrig aufgekauft worden ist.
Sein Titel:
Fritz Max Cahen, Men against Hitler (Männer gegen Hitler),
mit einer Einleitung von Wythe Williams, erschienen im Verlag Jarrolds Publishers (London, Paternoster House, Paternoster Row, F. C. 4). Dieses Buch gibt kein Erscheinungsjahr an, aber die Einführung, die Mr. Wythe Williams (übrigens der erste Korrespondent der deutschfeindlichen „Daily Mail“, den deren Eigentümer Lord Northcliffe nach dem Ersten Weltkrieg nach Berlin entsandte) dazu schrieb, trägt das Datum des Mai 1939 und als Ortsbezeichnung Greenwich, Connecticut, in den USA. Der „Waschzettel“ des Buches aber nennt Herrn Fritz Max Cahen den „Führer der Anti-Hitler-Kräfte seit 1932“, der „das deutsche Volk innerhalb und außerhalb Deutschlands organisiert habe, um das Nazi-Regime zu stürzen“
Nun ist Fritz Max Cahen den Eingeweihten nicht unbekannt. Er gehörte zu jenen intelligenten Juden, die nach dem Ersten Weltkriege in das Auswärtige Amt in Berlin hineinkamen — merkwürdigerweise geschah dies bei ihm durch den späteren Außenminister und Botschafter Graf Brockdorff-Rantzau. Dieser bedeutende Staatsmann, Vater einer gewagten, aber in der damaligen Zeit auch vielfach mit guten Gründen verteidigten positiven Ostpolitik, hatte die merkwürdige Neigung, wie ein Magnat des alten Polen oder Ungarn einen oder mehrere jüdische „Faktoren“ zu benötigen. Der kühle, sehr kluge, innerlich dem Versailler System todfeindliche Aristokrat Graf Ulrich Brockdorff-Rantzau, der sich zeitweilig so gut mit dem (aus einer alten fürstlichen, im 16. Jahrhundert nach Rußland eingewanderten italienischen Familie stammenden) Volkskommissar für Auswärtige Angelegen-heiten Jurij M.Tschitschenn verstand, liebte die intellektuelle Wendigkeit des jüdischen Geistes und wohl auch den zerstörerischen Geist, der aus ihr sprach und seinem unausgesprochenen Wunsche entgegenkam, das ganze auf dem Diktat von Versailles erbaute System in Brand stecken zu können. So ließ er den Dolmetscher aus dem Kriegsgefangenenlager Wünsdorf, Moritz Schlesinger, zum Generalkonsul (auf Angestellten-Vertrag, damit er seine Privatgeschäfte weitermachen konnte …) im Auswärtigen Amt aufsteigen; er gab diesem sehr geschickten Mann, der aussah wie eine hebräische Ausgabe von Napoleon I., fast völlig die Entscheidung über die deutsche Wirtschaftspolitik gegenüber der Sowjetunion in die Hand. So protegierte er auch den schrift- und wortgewandten, energischen und politisch ihm sehr bequemen Fritz Max Cahen, der sich eifrig der Förderung durch den Grafen rühmt. Am liebsten hätte er Fritz Max Cahen völlig in den Dienst des Auswärtigen Amtes übernommen. Aber Fritz Max Cahen lehnte ab, wurde erst Korrespondent der „Frankfurter Zeitung“ in Kopenhagen, dann einer der einflußreichsten Journalisten in Berlin, immer in Verbindung mit großen Gruppen im Auswärtigen Amt — wo ihm später die dort gewonnenen Freundschaften sehr nützlich werden sollten — und seit 1930 führender Mann im Deutschen Matern-Verlag mit einem ungeheueren Einfluß auf die öffentliche Meinung, den er völlig aus dem Hintergrund ausübte. Die nationalsozialistische Partei war früh auf ihn aufmerksam geworden, Dietrich Eckart hatte sein Bild in der Serie „Unsere neuen Herren“ gebracht — doch dann hatte man ihn völlig aus den Augen verloren. Weil er aus dem Verborgenen heraus zu wirken bemüht war, wurde er dann im Tageskampfe der Parteien kaum noch beachtet.
Es ist klar, daß Fritz Max Cahen, schon aus Gründen seiner Abstammung, nur ein geschworener Feind des Nationalsozialismus sein konnte. Er kämpfte gegen diesen in eigener Sache und für die Erhaltung der seit 1918 aufgerichteten Machtpositionen seiner R
assegenossen. Er schreibt dann auch über seine Tätigkeit während des Reichstags-Wahlkampfes 1931 für die Deutsche Demokratische Partei:
„Während des Wahlkampfes trat ich für die restlose Unterdrückung der Nazi-Partei ein.“
Vielleicht, daß die jahrelange Betätigung in Ostfragen ihn zu einem Kenner der Methoden der revolutionären Untergrund-arbeit gemacht hatte, wie sie in Rußland schon 70 Jahre vor dem Sturz des Zarenthrones in den Kreisen des „Bund“, einer linken jüdischen Organisation, und in den Gruppen der dicht mit Juden durchsetzten russischen Revolutionäre entwickelt waren; vielleicht, daß auch in ihm die gleiche Anlage vorhanden war, die in Rußland die junge jüdische Intelligenz an die Spitze der revolutionären Untergrundarbeit gebracht hatte — jedenfalls war Fritz Max Cahen entschlossen, eine freie demokratische Entscheidung des deutschen Volkes für Hitler einfach nicht anzuerkennen, sondern mit dem revolutionären und terroristischen Kampf zu beantworten.
Als die Reichstagswahl des Septembers 1931 dem Nationalsozialismus den ersten großen Erfolg brachte, ging Fritz Max Cahen erst einmal ins Ausland. Aber er blieb dort nicht. „Ich kam nicht gleich zurück, sondern ging in die Tschechoslowakei, wo ich mich in dem Dörfchen Rosendorf niederließ — wenige Kilometer von der deutschen Grenze, wo das Ackerland endet und die großen Wälder beginnen. Durch einen sonderbaren Zufall erwählte ich diesen Platz. In den folgenden Monaten bekam ich durch meine Liebe zur Jagd, zum Fischfang und zu Wanderungen eine gründliche Kenntnis dieses Grenzgebietes. Bald kannte ich jede kleine Schneise im Walde, die Schmugglerpfade über die Berge und die gefährlichen Aufstiege über die steilen Klippen. Das war ein Zeichen der Vorsehung … Im Winter 1931—32 kehrte ich auf dringende Bitten meiner Freunde endgültig nach Deutschland zurück. Als ich so wieder in Deutschland lebte und seine Atmosphäre einatmete, erkannte ich bald, daß die Machtergreifung der NSDAP nicht mehr fern war. Ich fühlte, daß etwas Durchschlagendes geschehen mußte, um das System, das Herr Hitler und seine Anhänger aufrichteten, zu zerstören — und daß es jetzt geschehen mußte. Ich wurde mir auch darüber klar, daß eine Wiederbelebung der alten Parteien nicht möglich war. Das republikanische Deutschland litt an allgemeiner politischer Verkalkung. Es war unabweislich nötig, etwas Neues zu schaffen. Und dieses Neue mußte von Anfang an illegal sein — außerhalb jeder Zusammenarbeit mit der Regierung“ (S. 58/59).
Man muß dies festhalten: Fritz Max Cahen sah deutlich die „Verkalktheit“ der Weimarer Republik — aber wenn dieses Mittel, das deutsche Volk in Dienstbarkeit zu halten, eben wegen dieser „Verkalktheit“ versagte, so mußte ein neues Mittel geschaffen werden, diesmal eine gesetzwidrige, illegale Organisation, um zu zerstören, was Hitler etwa aufbauen werde, und um das deutsche Volk wieder in die Untertänigkeit unter die Blutsfreunde von Fritz Max Cahen zu zwingen.
Niemand konnte damals, im Jahre 1932, anführen, ihn hätten etwaige Fehlgriffe des Hitler’schen Systems in die Opposition getrieben — Hitler regierte ja noch gar nicht. Und doch wurde, ehe er überhaupt zur Macht kam, bereits die illegale Organisation geschaffen, die aufs Neue, wie 1918, dem Reich den Dolch in den Rücken stoßen sollte. …
Wie Cahen dabei vorging erfahren wir im nächsten Teil…







