Von Giftmalern und Reichsverrätern (Teil 3: Expressionisten im Dienste der NWO)

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Werte Freunde der Fliegenden Wahrheit,

weiter geht’s mit Fritz Max Cahen und seinen „Widerstandshelden“, aufgearbeitet von Dr. Johann von Leers:

 

Lobend erwähnt dann Fritz Max Cahen einen jungen Philosophen und Politiker aus Dresden namens Wilhelm Strelewicz, der eng mit ihm zusammen gearbeitet habe, ferner den sozialdemokratischen Reichstagsabgeordneten Arthur Arzt und dessen Sohn Friedjof Arzt (den bei seiner gegen Deutschland  gerichteten Agententätigkeit der Tod durch einen Flugzeugunfall ereilte). — Mit diesen und einer Anzahl anderer Gesinnungsgenossen gründete er als Parallelorganisation zu der von ihm m 1932 ins Leben gerufenen Geheimorganisation „Deutsche Vorhut“‚ seine

„Volkssozialistische Bewegung Deutschlands“.

„Am 5. Februar 1936 um 8 Uhr abends versammelten sich 16 Mitglieder dieser neuen Bewegung zu einer „Gründungsversammlung“ in einem kleinen Zimmer des „Volks-Kaffeehauses“ in Prag . .. Ich führte den Vorsitz bei dieser ersten Versammlung wie bei den meisten, die dann folgten. Außer mir wurden Arzt und Jäger (Anm. gemeint ist Hans Jäger) zu Leitern der Bewegung ernannt. Wir bekamen bald das Recht ,nach Gutdünken die Zahl der Funktionäre ohne besondere Ermächtigung durch die anderen Mitglieder zu vermehren. Wir konnten auch alle Veränderungen der Satzungen, die wir für nötig hielten, durchführen, ohne die anderen Mitglieder darüber zu befragen. Ich wurde Generalbevollmächtigter mit allen Befugnissen, so daß ich ebensoviel absolute Unabhängigkeit für die Bewegung außerhalb Deutschlands bekam, wie ich innerhalb bereits hatte.“

Dieses Bild verdient festgehalten zu werden. Da sitzen diese Musterdemokraten, die sich nicht laut genug über das Ermächtigungsgesetz für Adolf Hitler aufhalten können — und beginnen ihre Bewegung mit einem mindestens ebenso weitgehenden „Ermächtigungsgesetz“ für Fritz Max Cahen. Sie bekämpfen schreiend, intrigierend und verratend die „Diktatur“ des Deutschen Adolf Hitler — aber sie unterwerfen sich sofort der Diktatur des Juden Cahen — und zeigen damit, was ihre „Demokratie“ wirklich ist.

Cahen nimmt dann sofort die Verbindung zu Dr. Otto Strasser wieder auf.
Er berichtet: „Als meine Vorbereitungen für die ,Gründungsversammlung“ der Partei soweit fortgeschritten waren, berief ich eine Konferenz, an der Arzt, Jäger und ich auf der einen Seite und Dr. Otto Strasser und sein neuer Assistent Heinrich Grunow auf der anderen Seite teilnahmen. Ich schlug noch bestimmter eine Einheitsfront der Opposition vor, und nach einer mehrere Tage dauernden Diskussion wurde ich ohne Vorbehalte beauftragt, einen Plan für eine einheitliche Aktion auszuarbeiten. Wenige Wochen später wurde dieses Programm einstimmig mit nur geringfügigen Aenderungen angenommen …“

Cahen fährt dann fort: „Bald hielt ich nun den Augenblick für geeignet, nichtdeutsche Politiker zu bitten, sich für unsere Ziele zu interessieren. Ich bereitete ein sehr eingehendes Memorandum vor, das einer Anzahl hervorragender europäischer Staatsmänner zugänglich gemacht wurde. Sobald einmal das Programm des Einrückens in die gleiche Linie zwischen uns und Dr. Strassers „Schwarzer Front“ festgelegt war, sah ich ihn öfter. Es wurde zu unserer Gewohnheit, uns mindestens einmal jede Woche in meinem Zimmer zu treffen.“ „Ende 1936 kamen wir überein und entschlossen uns, seitens der verschiedenen Gruppen der deutschen Opposition einen Aufruf an das deutsche Volk zum 30. Januar, dem vierten Jahrestag der Machtübernahme Hitlers, zu richten. Die Vereinigung sollte heißen: Deutsche Front gegen Hitler. „Unseren Bemühungen gelang es, die Zustimmung der folgenden Gruppen als Unterzeichner unseres ersten Aufrufes zu bekommen: Volkssozialisten (meine Gruppe), Schwarze Front, die Deutschen Jung-Katholiken, die Revolutionären Bauern, der Jungdeutsche Orden, die Liga für deutschen Föderalismus, der Schwarze Stahlhelm und der Kreis der Vereinigten Jugend“

Cahen gibt dann eine Schilderung dieser Gruppen, von denen neben der Schwarzen Front Otto Strassers sicher die Deutschen Jung Katholiken und der Schwarze Stahlhelm am meisten Verbindungen in wichtige Reichsstellen hatten; allen diesen Gruppen war gemeinsam, daß sie mehr oder minder von „Rechts“ kamen und daher ihre Mitglieder viel eher die Möglichkeit hatten, sich in politische Führungsgruppen des Reiches einzubohren und dort zu sabotieren, als wenn es sich um marxistische Gruppen gehandelt hätte. Die Aufmerksamkeit des nationalsozialistischen Staates war in jenen Tagen vor dem Kriege fast ganz gegen „Links“ gerichtet — daß der Verrat und der Dolchstoß in den Rücken des Reiches auch von Kräften kommen konnte, die „rechts“ standen, vermutete man trotz gelegentlicher Reden gegen die „Reaktion“ kaum. Daß man aktive Kräfte der Rechten unnötig sich zum Feind gemacht hatte — wie jene als „Revolutionäre Bauern“ bezeichneten Absplitterungen der Landvolkbewegung in Schleswig-Holstein oder die verbitterten Leute des „Schwarzen Stahlhelm“, hatte man im Eifer des Neubaues auch nicht gesehen. Bezeichnend für die Gruppierung um Fritz Max Cahen ist ferner ihre enge kirchliche Bindung. Auch das sollte verhängnisvoll werden..

„Am 24. und 25. April 1937 fand das erste Zusammentreffen der ,Deutschen Front gegen Hitler“ in Preßburg in der Tschechoslowakei statt. Es hieß „Vorbereitendes Komitee für die Gründung eines deutschen Volksrates“. Alle die Gruppen, die den Aufruf vom 30. Januar (1937) unterschrieben hatten, waren vertreten. Ich bekam einstimmig Vollmacht, im Namen der „Deutschen Front gegen Hitler“ zu handeln und zu diesem Zweck wurde mir ein Protokoll übergeben:

„Es ist endlich beschlossen worden“ (ich zitiere aus dem Protokoll), ,daß die Ergebnisse dieser Besprechung absichtlich verkleinert werden sollen, um Presse-Angriffe zu verhindern, und vor allem, daß ihre genaue Form und Inhalt sowohl wie die Namen der Unterzeichner, die Herrn Cahen Vollmacht erteilt haben, geheimgehalten werden“.

Herr Cahen beschwor, er werde niemals von diesem Dokument außer im Falle absoluter Notwendigkeit Gebrauch machen.
Ein allerletzter Hauch von Scham mag vielleicht diese Menschen veranlaßt haben, jedenfalls der Oeffentlichkeit zu verschweigen, daß Cahen ihr Führer war, daß sie die „Neugestaltung“ Deutschlands in die Hände eines Juden gelegt hatten, dem es überhaupt nicht um Deutschland ging.

Herrn Fritz Max Cahen kann man dabei am wenigsten Vorwürfe machen.
Im Gegenteil — sein Geschick in der Untergrundarbeit, seine Fähigkeit, sich den divergenten Gruppen der Gegner Hitlers als geheimer Führer der Widerstands-bewegung aufzuzwingen, ihre Streitigkeiten untereinander auszugleichen, ja, die Gegnerschaft gegen Hitler vielfach erst lebendig zu machen, beweisen hohe revolutionäre Begabung. Als Jude handelte er für die Machtziele seines jüdischen Volkes richtig und zeigte Eigenschaften, wie sie etwa Leon Trotzkij aufwies. Und völlig richtig erkannte er die Möglichkeiten, die in der revolutionären Arbeit vom Ausland her liegen:

„In vielen Epochen der Geschichte hat der Wechsel des Regimes in einem Volke die alten Führer gezwungen, für eine gewisse Zeit auszuwandern. Jede erfolgreiche Gegenrevolution ist immer das Ergebnis einer Zusammenarbeit zwischen diesen Flüchtlingen und der Opposition daheim gewesen.“

Das ist in der Tat zutreffend. Die Geschichte der russischen und polnischen Revolutionen, der Verselbständigung der Tschechoslowakei, der Unabhängigkeits-kämpfe der Balkanvölker bestätigen diese Wahrheit auf Schritt und Tritt. Zusammenarbeit der Opposition im Innern und der revolutionären Emigration im Ausland gehören zu den Grundregeln des politischen Kampfes. Calien fährt fort:

„Die Rolle politischer Flüchtlinge bleibt immer die gleiche. Nur die zusammengefaßten Anstrengungen der Ausgewanderten und der revolutionären Kräfte innerhalb des Landes können möglicherweise das Schicksal des Machtergreifers entscheiden. Im Falle Deutschlands liegt es — wie früher in der Geschichte — den Flüchtlingen im Ausland ob, die ideologische und organisatorische Aufgabe zu übernehmen, die innerhalb des Landes nicht gelöst werden kann.“ —

Nichts also gegen Cahen — er handelte, wie er als Jude, der Deutschland wieder unter die Herrschaft seiner Rasse zwingen wollte, der es sich durch die nationalsozialistische Revolution von 1933 entzogen hatte, handeln mußte. Und er handelte mit Klugheit, unter Benutzung der geschichtlichen Erfahrungen, selber ungehemmt durch Schlagworte — so geschickt er diese auch für seine Agitation gebrauchte — und mit Erfolg. Er bildete, längst ehe der Krieg ausgebrochen war, den Kern der Widerstandsbewegung, die das Deutsche Reich zu Fall bringen und nach der „Ersten Teilung“ Deutschlands 1919 in Versailles die „Letzte Teilung“ und den Verlust der nationalen Freiheit herbeiführen sollte.


Soweit also Prof. Dr. Johann Leers über den „Stets verschwiegenen Mann im Hintergrund“. Während ich dies las und im Netz dazu recherchierte, wurde ich u.a. auch auf Fritz Max Cahen’s Sohn aufmerksam, der, wie sein Vater, Anhänger des „Expressionismus“ war, in dem Fritz Max Cahen eine entscheidende Bewegung für „das Neue Deutschland“ sah.

Laut eines Eintrages im Biographischen Handbuch der deutschsprachigen Emigration nach 1933-45, Verlag de Gruyter, 1980, hatte Fritz Max Cahen eigentlich zwei Söhne. Auf Wikipedia las ich dazu: Cahen war mit Eugenie Stamm verheiratet. Ihr Sohn Oscar wurde 1916 geboren.  Ein Nachschlagewerk über jüdische Emigranten erwähnt einen zweiten Sohn, Ulrich, geboren 1925; sollte dies zutreffen, wuchs dieses Kind nicht bei Fritz Max und Eugenie auf.“

Meine kleine Recherche über den (ersten?) Sohn, Oscar, brachte ein paar interessante Informationen zu Tage, die hier noch ergänzend abgebildet werden sollten:

Oscar Cahen (1916-1956),

war Grafikkünstler und Mitgründer der Gruppe Painters 11. Seine Kunstwerke sind „abstrakt“ und sehr typisch jüdisch. Als ich mir in der Bildersuche im Netz ein paar seiner Werke angesehen habe, fiel mir, zwischen den vielen talentfreien, düsterbunten, expressionistischen  Farbklatschereien, ein Aquarellbild auf, das aus der Reihe seiner sonstigen, für ihn typischen Bilder herausstach – Erstens, weil es völlig anders als seine anderen Bilder ist, zweitens, weil es mich an etwas erinnert hat:

 

Landschaftsaquarell Oscar Cahen, 1941

Landschaftsaquarell von Adolf Hitler

Wenn es nur der Stil und das Motiv wären – aber sogar Oscar Cahens Unterschrift scheint die Adolf Hitlers imitieren zu wollen..

Es ist interessant, beide Werke im Vergleich auf sich wirken zu lassen… Hier sind die Farben von Lebensgold und Sonnenlichtspielen erfüllt, dort ein unwirklicher Kontrast von grellem Weiß ohne Seele und schürfender, zernagender Finsternis. Hier sind die Strukturen klar gesetzt; dort nur ein hilfloses Gekleckse. Hier fließt das Wasser lebendig; dort nur ein harter Strich, an dessen Ufer die Bäume verdorren. Hier eine zärtliche Verbundenheit des Malers mit der Natur, die er abbildet; dort nur beklemmende Versperrtheit. Hitlers Bild: eine organische Welt, mit der ich mich verbinden, in die ich eintauchen kann; Cahens Bild endet am Weiß der Leinwand und wirft dem Betrachter als Reflektionen nur sinnlos aufheulende Fetzen zu….
Es mag Leute geben, die es anders sehen.

Würde man mich fragen, welchem der beiden Maler ich mich anvertrauen, von welchem ich mich lieber führen ließe, würde ich mich jedenfalls klar für Hitler entscheiden, denn dem andern würde ich keine Klarheit zutrauen. Auf mich wirken Cahens Bilder wie die eines „Borderline“-Kranken. Man könnte auch meinen, daß die schwarzen Striche, die wohl Bäume darstellen sollen, wie Adern jener „schwarzen Galle“ sind, über die wir im ersten Teil dieser Artikelreihe (Machiavelli) sprachen.

Was glauben Diejenigen, die solch Geistern wie Cahen nachlaufen, wohin sie geführt werden?

 


Jedenfalls fand ich über dieses Bild zur Netzseite des Art Canada Institute, die eine, von der Künstlerin und Historikerin Jaleen Grove gestaltete Biographie des Oscar Cahen enthält, die die Zusammenhänge zwischen Oscar Cahens Lebensweg und seiner künstlerischen Entwicklung abbilden möchte. In dieser biographischen Abhandlung finden sich auch ein paar Hinweise zu Fritz Max Cahen. Man kann Grove’s Arbeit, die sich wie ein (jüdisch inspiriertes) Drehbuch liest, auf der Netzseite des Art Canada Institute in voller Länge lesen,

– ich fasse hier ein paar der Infos zusammen:

Gejagt von vierzig Sturmtruppen schlich die Familie am 3. August 1933 aus Dresden – mit Oscar so nervös, dass sein Vater befürchtete, es könnte ihren Plan auffliegen lassen, an der tschechischen Grenze zu fliehen.“ …

„Bis Mai 1934 waren die Cahéns nach Stockholm gezogen, wo Oscar weiter Kunst studierte. Die Cahéns kehrten im März 1935 nach Prag zurück, wo Fritz Max Cahén eine Widerstandsgruppe leitete – und seine Spionagetätigkeit wieder aufnahm.

Oscar trug mit Aufträgen für Werbegrafiken, erotischen Zeichnungen und Karikaturen dazu bei, die Familie in ihrer prekären finanziellen Lage über Wasser zu halten“ …

Oscar schloss sich nicht nur der Gruppe seines Vaters an, sondern unterstützte diese auch, indem er zu unbekannten Zwecken illegal die Grenze nach Deutschland überquerte und bei der Abwicklung eines von seinem Vater vermittelten Waffengeschäfts half“

“!m Jahr 1937 vernahm die tschechische Polizei die Familie  Cahén wegen illegaler Kurzwellenfunkausrüstung in Oscars Besitz (die zur Verbreitung von Anti-Nazi-Propaganda diente) und durchsuchte ihre Wohnung. Kurz darauf reiste Fritz Max in die Vereinigten Staaten, angeblich um für eine tschechische Zeitung über die amerikanische Demokratie zu schreiben.“

Oscar begann an der Rotter-Schule für Werbegrafik in Prag zu unterrichten und im dazugehörigen Rotter-Studio zu arbeiten. „Diese große Werbeagentur, gegründet von Vilém Rotter (1903–1960) – einem der fortschrittlichsten Grafikdesigner Europas –, betreute Kunden aus der Automobilindustrie sowie andere Großunternehmen.“…

Doch Oscar musste seine Tätigkeit nach wenigen Monaten aufgeben, da der Staat Flüchtlingen die Arbeitserlaubnis verweigerte. Daher plante er die Auswanderung in die Vereinigten Staaten. Doch stattdessen gelang Oscar und Eugenie am 3.März 1939 – zwölf Tage vor der Besetzung Prags durch die Nationalsozialisten – in letzter Minute die Flucht nach England. Tschechische Beamte verschafften ihnen Pässe, allerdings nur unter Schwierigkeiten, da Oscar in die Rundfunk-und Waffengeschäfte verwickelt gewesen war.

Auch in Großbritannien war es Cahen untersagt zu arbeiten, doch er zeichnete weiter. Im Mai 1940 begann die britische Regierung Flüchtlinge zu internieren, da befürchtet wurde, es könne sich um deutsche Spione handeln. Cahen wurde mit mehr als zweitausend – vorwiegend deutsch-jüdischen – Männern, die offiziell als feindliche Ausländer eingestuft waren, auf das Gefängnisschiff „Ettrick“ gebracht. Sie trafen am 13.Juli 1940 in Montreal ein. Auch Eugenie wurde von Mai 1949 bis Dezember 1941 in Großbritannien interniert. …

Oscar Cahen saß dann in Kanada im Gefangenenlager Camp N ein. „Ehemaligen Häftlingen zufolge kam es dort durch kanadische Soldaten zu Misshandlungen, die von Antisemitismus auf dem Niveau von Schulhof-Mobbing bis hin zu Vergewaltigungen reichten“. …

Dann aber folgt, was in keinem Drehbuch fehlen darf: die Liebesgeschichte. Eine Reporterin, Beatrice Shapiro Fischer (eine der Quellen für Jaleen Grove’s Cahen-Biographie) taucht im Lager auf. Sie soll einen Gefangenen interviewen. Oscar gelingt es, die Mithäftlinge mit Zeichnungen zu bestechen, sodass er der Glückliche sein darf – und Beatrice verliebt sich während des Interviews sofort in ihn. Oscars Zeichnungen gewinnen durch dieses Liebesglück an „Heiterkeit und Leichtigkeit“ und als ein Abgesandter des Central Comitee for interned Refugees die Kunstwerke einiger Häftlinge bei einem Zeichenwettbewerb des „The Standard“ Magazins einreicht, gewinnt Oscar den Wettbewerb. „Bald darauf berichtete The Standard seinen Lesern voller Stolz: Oscar Cahens Beiträge sind so herausragend, dass wir ihm einen unserer kommenden Beiträge zugesandt haben. Achten Sie auf seinen Namen, denn er ist unsere Entdeckung in der Welt der Gebrauchsgrafik.“

Als Beatrice sich dann auch noch dafür einsetzt, dass er, mit ihr gemeinsam, eine Anstellung in einer PR-Agentur erhält, kommt Oscar frei. Beatrice und Oscar arbeiten in der Agentur zusammen, sie textet, er illustriert, und nun beginnt Oscar Cahens Aufstieg. Bald war er der bestbezahlte Künstler im Montrealer Büro der Rapid, Grip and Batten

Hier folgt nun eine erstaunliche Erwähnung über Fritz Max Cahen:
Im selben Jahr (1943) „teilten amerikanische Behördenvertreter Oscar mit, Fritz Max sei geisteskrank, bedürfe einer chemischen Therapie und könne zurück in das von den Nazis beherrschte Europa abgeschoben werden. Seine Mutter saß derweil in England fest, wo sie inzwischen für die BBC arbeitete. Trotz dieser Traumata besserte sich Oscars persönkiches Leben.“ …

„Obwohl er seine Liebe zu Beatrice bewahrte, lernte Oscar 1943  Martha (Mimi) Lewinsky kennen und heiratete sie„.

Sie bekamen einen Sohn, Michael, der – so ein Zufall – ausgerechnet am 8.Mai 1945 geboren wurde.

„Michael – liebevoll „The Noodnik“ (jiddisch „Quälgeist“) und „The Monster“ genannt – war auf mehreren Titelbildern von „Maclean’s“ und anderen Zeitschriften zu sehen.“ …

Trotz des kleinen Sohnes und einem inzwischen in materiellem Reichtum und High-Society-Kontakten schwelgenden Luxusleben, schuf Oscar Cahen in den späten 1940ern zutiefst düstere Werke.

Gemälde aus dieser Zeit, die nur von beschrifteten Fotografien bekannt sind, zeigen ein abgemagertes Holocaustopfer und eine ertrunkene Frau.

In den späten 1940ern schuf er zudem eine Reihe von Gemälden zu christlichen Themen, einschließlich des bis dahin größten seiner Leinwandbilder, das stark kubistisch geprägteThe Adoration.

Die Biographin eklärt sich die dunkle Schaffensphase damit, dass weder zu Mimi’s Eltern, die, als streng Orthodoxe, gegen die Ehe gewesen waren und Mimi deshalb verstoßen hatten, noch zu Oscars Eltern Kontakt bestand.. „Fritz Max, dessen Gesundheitszustand weiterhin schlecht war, durfte sich seiner Frau und seinem Sohn in Kanada zunächst nicht anschließen und wollte es später auch nicht mehr“ Mimi habe sich als schwierige Partnerin“ erwiesen, Oscars starke, aber heimliche Gefühle für Beatrice, die er immer noch häufig sah, hätten fortbestanden.

Oscar Cahen konnte noch einige künstlerische Erfolge feiern, . fast dreihundert Illustrationen in kanadischen Zeitungen, eine Auszeichnung des Art Director Club Toronto, die Präsentation seines Werkes „Requiem“ auf der zweiten Bienale in Sao Paulo… bevor er 1956 bei einem Zusammenprall seines Autos mit einem Kipplader ums Leben kam. Sein letztes Bild „Untitled (616)“ gilt alswahrscheinlich unvollendet„. Es befand sich zum Zeitpunkt seines Todes auf seiner Staffelei.


Grafik-„Kunstwerk“ von Oscar Cahen. Das von ihm bearbeitete Foto zeigt ihn selbst mit „einem unbekannten Paar“ vor dem Dresdner Zwinger. Der Frau hat Cahen ein Holzbein verpasst, dem Mann den Kopf entfernt. Ob Cahen, grinsend, mit Aktenkoffer, damals schon ahnte, dass der Dresdner Zwinger unter Bomben zerstört werden würde? Die Bosheit und Schadenfreude dieses „Kunstwerkes“ sind jedenfalls ekelerregend.


Im Jahr 1948 drängte der im Ausland lebende Maler James Iimlach (dessen weiterer Lebensweg unbekannt ist) – ein Freund von Cahen, Walter Yarwood und Harold Town – seine Kollegen in einem Schreiben aus New York dazu „auf eine wahrhaft fortschrittliche Kunstschule in Kanada hinzuarbeiten und der Welt zu zeigen, was der Boden weiträumiger Freiheit für die Menschheit zu bewirken vermag.“

Offenbar musste, aus Sicht dieser „fortschrittlichen Expressionisten“ das Deutsche Reich aber erst einmal pulverisiert werden, um ihnen den „Boden weiträumiger Freiheit“ herzugeben. Als unsere Städte mit tausenden Tonnen Bomben und Brandbeschleunigern in Schutt und Asche verwandelt wurden, saßen die Cahens und Konsorten, als Miturheber dieses „Holocaust am deutschen Volk“, in sicherer Entfernung und bekümmerten sich nicht im Geringsten um die sterbenden Menschen, die in dieser Feuerhölle untergingen. Vielleicht war ihnen sogar wohl dabei, weil in diesem Augenblick einmal die Welt da draußen, das brennende, niederstürzende Deutschland, mit ihrer Innenwelt übereinstimmte?

Man entschuldigt immer gerne all die Grausamkeit, Häme, den Wahnsinn und die Lust an Zerstörung, Ungeheuren und Teufeln, die so vielen jüdischen Schrift-und Kunstwerken zu eigen sind, mit der „Shoah“, der Judenverfolgung, den traumatisierenden Erlebnissen, welche die Juden  hätten erleben müssen, aber die Wahrheit ist doch, dass diese Bilder und Schriften auch vorher schon da waren. Sie haben schon immer so gemalt.

Die Deutschen haben das Dresdner Schloss wieder aufgebaut. Was aus Oscar Cahen wurde, weiß man nicht. Vielleicht existiert seine Seele in der elenden Scherbenwelt seiner Bilder weiter.



Wo wir nun soviel von den Cahens gehört haben, dürfte eigentlich auch Frau(?) Kahane nicht fehlen, aber das erspare ich uns.

 

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