Liebe Freunde der Fliegenden Wahrheit,
den nächsten Teil unserer Auseinandersetzung mit „REICHSVERRÄTER“ beginnen wir mit dem Gedicht eines Sudetendeutschen, da es in diesem Teil um die Sudetendeutschen gehen wird. Es ist in meinen Augen eines der schönsten und kraftvollsten deutschen Gedichte überhaupt.
DEUTSCHE LOSUNG
Ich reite reisig zwischen Tod und Teufel.
Ich reite Schritt, da ich ihr doch gehöre,
der dichten Mitte zwischen Nichts und Zweifel,
Und ehern, weil ich mich zutiefst empöre.
Scheusälig hinkt der Teufel hinter mir,
Sein Stapfen hör ich, spür sein gelbes Blasen,
Ich aber führ‘ ein tadelloses Tier,
das Huf für Huf hinsetzt auf Bein und Rasen,
Nicht scheu vor jenem Lächeln ohne Wangen
des hagern Königs auch, dem grüne Schlangen
sich ringelnd aus dem Krongezacke hangen.
Herr König Tod hält her sein Stundenglas.
Des Rinnen zeiget mir das gleiche Maß,
mit dem ich reite, reite bis zum Ziele.
Es rinnt nicht schneller und es hält nicht ein.
Und ist eine Hälfte ausgeronnen,
strömt aus des einen Grab des andern Bronnen,
Und es ist Sein und währet lauter Sein,
Sei es in Gott, sei es in einem Spiele.
Ich und mein Ross sehn vor, wie man nicht stürzt.
Da ich es weiß, daß wir bald stürzen werden,
fühl ich das Leben herb mit Tod gewürzt,
Blut fühl ich in der ich-gewordnen Erden. . .
Verhalten trage ich des Lebens Feuer
in die Gefahr. Es schnaubt das Ungeheuer,
des Todes Mähre glöckelt nebenher.
Da-Sein, du dunkel süßes Abenteuer —
U n d w e n n d i e W e l t v o l l T e u f e l w ä r.
Wilhelm Pleyer

Albrecht Dürer: Ritter, Tod und Teufel
Der ungeheure Volksstolz und Lebenswille der Sudetendeutschen berührten Adolf Hitler zutiefst und wurden von ihm damit beantwortet, dass er, vor sich selbst und vor der Welt, das Versprechen ablegte (Rede vom 22.Februar 1938), sie aus ihrer tschechoslowakischen Misere – diesem in Versaille fabrizierten Vielvölker-Elendsgebilde, in dem nun die Tschechen sich dazu aufstacheln ließen, die anderen Völkergruppen brutal zu unterdrücken – zu befreien. Und er hielt dieses Versprechen ein. TROTZ eines ungeheuer schäbigen Gegenwirkens der ach so „humanistischen“ „Widerstandshelden“.
Im zweiten Heft der REICHSVERRÄTER-Sonderausgabe, welches unter folgendem Verweis zum Selbststudium hinterlegt ist: 02-Reichsverräter-II, beleuchtet Johann von Leers diese Hintertreibungsversuche:
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So geht man nicht irre, wenn man die Lage in den ersten Jahren Hitlers folgendermaßen zu kennzeichnen versucht: Es gab in der Armee in ihrem Verhältnis zum Nationalsozialismus etwa drei Gruppen, zwischen denen die Grenzen flüssig waren — eine zunehmende Gruppe zumeist jüngerer Offiziere, die innerlich für Hitler waren, eine kleinere Gruppe, die vieles bei Hitler ablehnte, sich aber auf den Begriff der „unpolitischen Wehrmacht“ zurückzog und gewillt war, in jedem Falle treu dem Reiche zu dienen und einen ursprünglich recht kleinen Kern zumeist höherer Offiziere um Hammerstein-Equord, Generaloberst Beck u. a., die grundsätzliche Gegner waren. Nur aus diesem letzteren Kreise entstanden dann die Pläne zum gewaltsamen Umsturz und schließlich sogar die Zusammenarbeit mit dem Feinde. Nach dem Abgänge Hammerstein-Equords wurde Beck immer mehr der Kopf dieser Gruppe. „Er stammte aus einer bürgerlichen Familie im Rheinland und verband einen weltoffenen mit einem streng wissenschaftlichen Geist. Er ist beschrieben worden als eine der seltenen Erscheinungen, in welchen sich die universale Bildung und europäische Weite des 18. Jahrhunderts mit den wesentlichen Prinzipien preußischer Tradition verband.“ (vgl. Marion Gräfin Dönhoff „In memoriam 20. Juli 1944“ – Rothfels a. a. O. S. 84). Rothfels fährt fort: „Beck galt ihnen als ein militärischer Denker von hohem Rang. Zugleich tief verwurzelt im christlichen Glauben“. Auch bei ihm war also trotz seines „weltoffenen“ und ,,streng wissenschaftlichen“ Geistes diese offenbar kritiklose kirchliche Bindung Antrieb auf dem Wege, der ihn und das Vaterland in den Untergang führte. Der Vergleich mit den „gedankenreichen Offizieren nach Jena“ erscheint auch irrig – eher erinnerte der von des Gedankens Blässe angekränkelte, innerlich völlig schwunglose Beck mit seinem stets betrübt wirkenden Leidensgesicht an manche höheren Offiziere jeners unglücklichen preußischen Heeres, das bei Jena und Auerstädt vernichtet wurde, Männer, die in der Mucker-atmosphäre um Wollmer und Bischofswerder, den gesalbt christlichen Ministern Friedrich Wilhelms II. und im Gedankenspiel und den Geistreicheleien der damaligen Berliner Salons an Willenskraft eingebüßt hatten und nur noch verneinen und verzögern konnten. … Hitler konnte es nicht entgehen, daß jede noch so nötige Maßnahme zur Stärkung der deutschen Macht, zur Beseitigung der Versailler Bedrückung, zur Heimholung des deutschen Österreichs und der Sudetenlande, Danzigs und worum es auch immer gehen mochte, von großen Teilen der Wehrmachtsführung mit Bedenken, Schwierigkeiten und Verzögerungen beantwortet wurde. Immer mehr mußte in ihm die Überzeugung wachsen, daß dort planmäßig quergetrieben wurde, daß dort viel zu viel Männer saßen, die sich bedenklich in den üblen Geist der Weimarer Republik eingelebt , mindestens sich mit ihr moralisch ausgeglichen hatten, sich dort ganz wohlfühlten und gar nicht den Willen hatten, die großen nationalen Fragen anzupacken. (…) in Wirklichkeit war nicht jeder, der den Treibereien des auf unbedingte Feindschaft gegen Hitler eingeschworenen Kreises entgegentrat „hitlerhörig“, viel häufiger handelte es sich um Männer, die von dem giftigen „christlichen“ Haß der Hitlerfeinde sich abgestoßen fühlten, die ahnten, daß diese kirchlich fanatisierten Menschen auch das Vaterland ihren Komplexen opfern würden… |
Womit sie leider ganz richtig ahnten:
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Es ist heute klar, daß auch Hitler den Krieg nicht wünschte — aber er wollte auf ihn vorbereitet sein und mußte mit ihm drohen können, um die Freigabe der gepeinigten Sudetenlande zu erzwingen. Man versucht neuerdings, den Vorwurf des Landesverrates damit abzuwehren, daß die inneren Gegner Hitlers nicht den Willen gehabt hätten, zum Schaden des Reiches zu handeln. Aber heißt das nicht zum Schaden des Reiches handeln, wenn man zu der stärksten gegnerischen Macht fährt, die an sich bereit wäre, das gute Recht des Reiches auf die Sudetenlande anzuerkennen, um diese Macht — England — aufzuhetzen, dem Reiche keine Zugeständnisse zu machen? Und ist es nicht außerdem ein Beweis unnennbarer sittlicher Verkommenheit, wenn Deutsche wie Goerdeler und seine Nachfolger auf diesen dunklen Reisen nach London alles aufwenden, um zu verhindern, daß die bedrückten und entrechteten Deutschen in der Tschechoslowakei von ihren Quälern befreit wurden? |
Von Leers schildert dann einige der Kontakte zwischen den Hitlergegnern und der englischen Regierung, die zunächst alle vorgeblich zum Ziel hatten, Hitler und Ribbentrop davon abzuhalten, ins Sudetenland einzumarschieren.
Ewald von Kleist-Schmenzin „ein intimer Genosse des Schlabrendorff-Kreises“, versorgte die Engländer mit geheimen Informationen. (REICHSVERRÄTER 2, S.79ff)
Von Weizsäcker und die Kordt-Brüder, die erst ein Fräulein Simonis „auf Fühlung“ aussandten, um dann Theo Kordt zu geheimen Unterredungen mit der britischen Regierung zu schicken, erhofften sich, dass eine diplomatische Niederlage in der Sudetenfrage Hitlers Ansehen im deutschen Volk so sehr schaden könne, dass es die nationalsozialistische Regierung beenden würde. (S.83 ff)
Wir schauen uns hier einen Teil der ausführlichen Schilderungen um die weiteren Machenschaften des Ludwig Beck an:
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„General Beck kannte Kleist“, schreibt Colvin (Jan Colvin „Chief of Intelligence“, London, Victor Gollancz, 1951 S. 62), „und vertraute ihm, und diese drei (Beck, Kleist und Canaris) hatten eine kurze und bezeichnende Unterhaltung im Amtszimmer des Generalstabschefs. ,Durch Nachgeben gegenüber Hitler“, schloß Beck, ,wird die britische Regierung ihre beiden Hauptverbündeten hier, den deutschen Generalstab und das deutsche Volk, verlieren. Wenn Sie mir von London positiven Beweis bringen können, daß die Briten Krieg führen werden, wenn wir in die Tschechoslowakei einrücken, dann will ich mit diesem Regime ein Ende machen“. Kleist fragte, was er als Beweis ansehen würde. ,Eine offene Verpflichtung, der Tschechoslowakei im Kriegsfälle beizustehen“. Beck fügte hinzu, daß ein Brief von einem Mitglied der britischen Regierung, der ihre Haltung definieren müßte, seine Stellung bei den Generälen verstärken werde. …Von Admiral Canaris bekam Ewald von Kleist einen falschen Paß. Am 17. August wurde er buchstäblich ins Flugzeug nach England geschmuggelt. …Kleist wurde im Park-Lane-Hotel untergebracht, war aber dort noch nicht lange, als Lord Lloyd of Donobran ihn zu einem Essen in einem Privatzimmer im Claridge einlud ,Alles ist entschieden, Lord Lloyd, rief Kleist aus..Die Mobilmachungspläne sind fertig, der Tag Null liegt fest, die Befehlshaber der Armeegruppen haben ihre Befehle. Alles wird planmäßig ablaufen am Ende des Septembers, und niemand kann es aufhalten, wenn nicht Britannien Herrn Hitler gegenüber eine offene Warnung ausspricht.“ Er sagte, es würde noch wirkungsvoller sein, wenn es gemeinsam mit Frankreich und der Sowjetunion ( ! ! ) geschähe. Lord Lloyd berichtete alles an Lord Halifax- Kleist wurde dann zu Lord Vansittard gebracht. Das Foreign Office und das Innere Kabinett schreckten sehr vor dem Gedanken zurück, einen amtlichen Brief an irgend jemand außerhalb der anerkannten deutschen Regierung zu senden; aber Lord Halifax bat Churchill, dies zu tun. (Colvin a.a.O. S. 65/66). Am 24. August 1938 kehrte Kleist, der Abgesandte des Generalstabschefs Beck, eben so leise wie er abgefahren war nach Berlin zurück. Er konnte wenige Tage später den Brief Churchills dem Admiral Canaris vorlegen. Im übrigen berichtet Colvin, daß kurz darauf, im September 1938, Canaris die ungarische Regierung warnte, in der Tschechenkrise sich auf der deutschen Seite einzusetzen, „denn Hitler könnte sich bald im Kriege mit Großbritannien befinden, wenn Hitler seine Politik fortsetze, Ungarn solle sich hüten, für Hitler die Kastanien aus dem Feuer zu holen. (Colvin a. a. O. S. 67) Jan Colvm berichtet weiter: „Der Admiral (Canaris) zitierte den Churchill-Brief vor ihnen (den Generälen). Einige waren aufgeschlossen und zu bewegen, andere zweifelten. Abei‘ Zum 14′ September hatte General von Witzleben, Befehlshaber des Wehrkreises Berlin mit General Haider und anderen Vereinbarungen getroffen, Hitler festzunehmen, falls er von Berchtesgaden nach der Hauptstadt zurückkehre. Graf Helldorf, der Berliner Polizei-Präsident, war vorbereitet, seine Kräfte einzusetzen, um die Führer der Partei festzunehmen, General Hoeppner, Befehlshaber der Dritten Panzerdivision südlich von Berlin, würde auf einen Befehl Witzlebens auf die Hauptstadt marschieren. Beck würde sein Amt in der Bendler-Straße wieder übernehmen.“ Auch Peter Bor („Gespräche mit Halder“) berichtet: „Pünktlich am 14.September gab Halder das Stichwort zur Auslösung des Staatsstreiches. Die Würfel schienen gefallen — aber sie schienen es nur. Wenig später brachte Haiders Adjutant die Nachricht, daß der englische Premier Chamberlain bereit sei zu verhandeln. Das hatte die Mission Boehm-Tettelbachs verhindern sollen! Man rechnete, so sah man nun, in Großbritannien nur mit einer legalen Regierung, nicht mit Verschwörern.“ Und wie dieser Putsch der auf den 14. September angesagt war, „platzte“, ehe er beginnen konnte, so scheiterte auch der Versuch einer zweiten auf den 29. September angesetzten Aktion. – „Das Auswärtige Amt wurde vom Wehrministerium in Kenntnis gesetzt daß alles fertig sei. Da traf am Mittag des 28. September die Nachricht ein. dass Chamberlain und Daladier die Einladung zu einer Zusammenkunft in München angenommen hatten. „Wie ein elektrischer Schlag, so ist bezeugt, lief diese sensationelle Mitteilung durch die beteiligten Regierungskreise und das Ergebnis war, daß die Grundlage des Planes zusammenbrach.“ (Rothfels a. a. O. S.76) |
Von Leers schreibt hierzu:
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Man muß sich das Bild einmal vergegenwärtigen: da ringt das deutsche Staatsoberhaupt mit aller Kraft mit den fremden Staatsmännern, um drei Millionen Deutsche ohne Krieg von der Herrschaft des grausamsten Volks in Europa zu befreien und sein Geschäftsträger Kordt in London stachelt die Engländer auf, die Befreiung dieser Deutschen zu verweigern, sein GeneralStabschef Beck sendet den Intriganten v. Kleist-Schmenzin, um die Engländer ebenfalls scharf zu machen General Haider und General von Witzleben wollen Hitler in heimlicher Zusammenarbeit mit den Briten verhaften lassen. Und das Ergebnis? Während die erlösten Deutschen der Sudetenlande den deutschen Truppen zujubelten und sie in Glückseligkeit mit Blumen überschütteten, bemerkt General Haider verärgert (nach Angabe von Peter Bor). „Die Tage von München folgten. Die Tschechoslowakei trat die sudetendeutschen Gebiete an Deutschland ab.“ Welch Unglück, Herr General! |
Nach dem Münchener Abkommen erfolgte ab dem 1.Oktober 1938 der friedliche Einmarsch der Wehrmacht ins Sudetenland:
Doch nicht jeder freute sich mit den erlösten Deutschen über diesen innereuropäischen diplomatischen Erfolg, wie von Leers weiter aufzeigt:
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Damit zu der Tragödie auch die Groteske nicht fehle, schrieb Goerdeler, der am meisten von Haß besessene, aber auch verblasenste und verantwortungsloseste dieser Geister, klagend an einen amerikanischen Freund: „… die Welt war rechtzeitig gewarnt und unterrichtet worden. Wenn man die Warnung beachtet und danach gehandelt hätte, würde Deutschland heute schon frei von seinem Diktator sein und sich gegen Mussolini wenden. In wenigen Wochen könnten wir damit beginnen, einen dauerhaften Weltfrieden zu gestalten, der auf Gerechtigkeit, Vernunft und Anstand beruht. Ein geläutertes Deutschland mit einer Regierung anständiger Männer würde bereit gewesen sein zusammen mit England und Frankreich unverzüglich auch das spanische Problem zu losen, Mussolini zu beseitigen und in Zusammenarbeit mit den Vereinigten Staaten Frieden im Fernen Osten zu schaffen “ – Der gleiche Goerdeler also, der Hitler als Kriegstreiber beschuldigte, weil Hitler immerhin fast dreieinhalb Millionen Deutscher, deren Jammer, Qual und Elend unter der tschechischen Bedrückung nicht anzusehen waren, frei machen wollte, – dieser selbe Goerdeler verlangte, dass Deutschland mitwirken sollte Mussolini zu stürzen – erster Krieg! – das spanische Problem zu lösen, d.h. Franco niederzukämpfen und den Roten Spanien wieder zuzuspielen – zweiter Krieg! – und im Fernen Osten Frieden zu schaffen, d.h. Japan in den Arm zu fallen – dritter Krieg! Ähnlich wie Goerdeler urteilte Beck, als er das Münchener Ergebnis erfuhr. Er hielt das Einlenken Englands und Frankreichs für eine verhängnisvolle Schwäche. …Beck blieb jedoch wachsam bei der Beobachtung der Vorgänge und erweiterte den Kreis seiner zuverlässigen Verbündeten. Besonders durch die Mittwoch-Gesellschaft kam er im Winter 38/39 mit neuen Männern in Fühlung, die bis zum Zwanzigsten Juli seine Helfer und Berater geblieben sind…(Peter de Bor a.a.O.) |
Wie von Leers dann im Weiteren erläutert, sorgten diese landesverräterischen Kontakte, die der englischen Regierung seitens der „Widerstands“-Verschwörer geradezu aufgedrängt wurden, überhaupt erst dafür, dass die britische Regierung sich ihrer Kriegschancen gegen das Deutsche Reich sicher werden konnte. Man wusste ja nun, dass man mit Beck, Canaris und Konsorten rechnen konnte. Ohne diese Versicherung hätte England den Krieg wahrscheinlich nicht gewagt, sondern weiterhin den Weg diplomatischer Kompromisse mit Hitler gehen müssen. Vernünftige Vorschläge Hitlers diesbezüglich gab es, wie man heute weiß, genügend und auch in der englischen Regierung war es nur ein bestimmter Personenkreis, der am Gedanken des Krieges gegen Deutschland Gefallen fand. Genau diesem Kreis spielten die „Widerstands“-Verschwörer in die Hände. Von Leers bringt es auf den Punkt:
| Wie die britische Regierung das rein deutsche Sudetenland im Münchener Vertrag zu Deutschland heimkehren ließ, so hätte sie auch Polen zur Preisgabe seiner in Versailles ihm zugeschobenen Vorrechte im zweifelsfrei rein deutschen Danzig und zu einer vernünftigen Losung der sogenannten Korridorfrage veranlassen können. Diejenigen Politiker in England aber die den Krieg wünschten – und ihr Haupt, Winston Churchill war ja von Kleist-Schmenzin und von den Schritten Kordts und Halders dauernd informiert worden, konnten immer wieder den alten, vorsichtigen und im Grunde wohl zu einem Ausgleich bereiten Chamberlain darauf hinweisen, daß ein Konflikt mit dem Deutschen Reich gar kein Risiko sei — bräche wirklich ein Krieg aus, so würde Hitler gleich nach Kriegsausbruch von den Männern der militärischen Opposition rasch verhaftet werden und alles werde sehr schnell vorüber sein. |
Nicht unthematisiert sollte hier der Faktor der „Moralischen Überheblichkeit“ bleiben. Er schreit einem aus manchen der Aussagen der Hitlergegner förmlich entgegen. Weizsäcker betont in seinen Erinnerungen:
„Ich habe vor und im Krieg mich stets für moralisch berechtigt und verpflichtet angesehen, hinter dem Rücken Hitlers und Ribbentrops solche politischen Nachrichten an den möglichen politischen Gegner gelangen zu lassen, die den Ausbruch und die Ausbreitung des Krieges hintanhalten konnten, gleichgültig, ob sie ein politisches Geheimnis waren oder nicht.“
Goerdeler empört sich in einem seiner Briefe gar, dass Chamberlain und Daladier die undankbare Frechheit besessen hatten, hinter dem Rücken der „Widerstands“-Verschwörer, mit der deutschen Regierung zu kooperieren(!):
„Es ist später bekannt geworden, daß zu der Stunde als der deutsche Diplomat (Kordt) im Londoner Außenamt empfangen wurde und offen (und für ihn lebensgefährlich) die Lage in Deutschland darlegte, schon der Beschluß gefaßt war, den Premier zur Unterhandlung mit Hitler zu entsenden. Die englischen Partner fanden sich nicht in der Lage, die eine Offenheit mit der anderen zu entgelten.“
– Ja, so eine Frechheit aber auch! Wie kann die englische Regierung es bloß wagen mit der offiziellen, vom Volk gewählten deutschen Regierung zu verhandeln, anstatt sich auf ein Schattenkabinett zwielichtiger Verschwörer zu verlassen, von deren Tätigkeiten das deutsche Volk, für das sie zu sprechen vorgaben, nicht einmal wusste?
Aber so kennen wir sie auch heute – unsere edlen Hüter der „Demokratie“, nicht wahr? Sie wissen immer am Besten, was für alle das Richtige ist… Nur leider führt ihre anmaßende Selbstüberschätzung regelmäßig zu Krieg und Elend. Schuld waren am Ende dann aber immer die Anderen…
Wer mag, höre sich doch gerne noch einmal die Reichtagsrede des Führers zur Sudetenkrise an.
Er spricht dort u.a. auch einige Worte über die Gründung der Tschechoslowakei aus, die so zeitlos aktuell auf so viele „demokratische“ Neu-Staatsgründungen übertragbar sind – auch auf „unsere“ BRD:
„Dieser Staat ist eine Demokratie – das heißt er wurde nach demokratischen Grundsätzen gegründet, indem man die überwiegende Mehrheit der Bewohner dieses Staates einst, ohne sie zu fragen, kurzerhand zwang, die in Versailles fabrizierte Konstruktion hinzunehmen und sich in sie zu fügen. Als echte Demokratie begann man daraufhin in diesem Staat die Mehrheit der Bewohner zu unterdrücken, zu mißhandeln und um ihre Lebensrechte zu bringen. Der Welt versuchte man allmählich die Auffassung aufzuoktroyieren, daß dieser Staat eine besondere politische und militärische Mission zu erfüllen habe. … Diese Aufgabe aber steht entgegen den Lebensauffassungen, Lebensinteressen und Menschen der Mehrheit der Bewohner dieses Staates. Daher muss die Mehrheit dieser Bewohner schweigen. Jedes Protestieren gegen ihr Schicksal ist ein Angriff gegen die Zielsetzungen dieses Staates und steht damit nicht im Einklang zur „Verfassung“; diese Verfassung geht allerdings, da sie von Demokraten gemacht wurde, nicht von den Volksrechten der Betroffenen, sondern von den politischen Zweckmäßigkeiten der Unterdrücker aus…“
(aus der Rede Adolf Hilers zur Sudetenkrise, 12.9.1938)
In der BRD wird heute übrigens immer noch, in der selben Selbstüberheblichkeit und Salon-Blässe, der „LUDWIG BECK- Preis für Zivilcourage“ verliehen.

2021 ging der Preis an die Anwältin Seda Basay-Yildiz, die im NSU-Prozess als Nebenklageanwältin auftrat. Sie erhielt den Preis für ihren „couragierten Umgang“ mit „rechtsextremistischen“ Morddrohungen, die sie erhalten haben soll. Der eigentliche Plot der Geschichte besteht darin, dass Basay-Yildiz‘ Daten heimlich von einem Polizeirechner abgerufen worden sein sollen, woraufhin die angebliche „rechtsextremistische Chatgruppe“ innerhalb der Polizei aufflog, die daraufhin als Skandal durch die BRD-Presse ging und zur Entlassung mehrerer Polizisten führte. Möge sich ein jeder, der die Ungereimtheiten im NSU-Prozess ein wenig verfolgt hat, seinen Teil dazu denken.
Andere Preisträger waren z.B. im Jahr 2019 die US-Soldaten Alek Skarlatos und Spencer Stone, sowie deren Freund Anthony Sadler, die zufällig in einem Thalys-Zug zwischen Amsterdam und Paris zugegen waren, als dort – Zitat aus der Laudatio der Preisverleihung, gehalten von Elma Theveißen, dem Leiter des ZDF-Studios in Washington, „ein islamisischer Terrorist, der angesichts seiner feigen, menschenverachtenden Tat eine namentliche Erwähnung nicht verdient, mit einer AKM-Kalaschnikow, einer Pistole, einem Messer und einer Flasche Benzin möglichst viele Menschen töten wollte“ – und von den beiden US-Soldaten heldenmutig überwältigt werden konnte. „Hätte das Gewehr des Terroristen keine Ladehemmung gehabt, wäre es wohl viel schlimmer ausgegangen“ gab der Laudator zu bedenken. Auch diese „couragierte Heldentat“ führte zu einem Medienspektakel und trug zur Weichenstellung für politische Entscheidungen zur „Bekämpfung des Terrorismus“ im Reiseverkehr bei, unter Inkaufnahme bürgerlicher Freiheiten…
Der aktuelle Preis, 2026, ging an die Witwe Nawalny’s und an Irina Scherbakowa, eine in Moskau geborene, im deutschen Exil lebende, jüdische Historikerin, studierte Germanistin und Mitgründerin der 2022 mit dem Friedensnobelpreis geehrten NGO „Memorial“. Selbstredend dient auch ihr „couragierter“ Einsatz für die „Erinnerungskultur“ ausschließlich der Einhaltung der Menschenrechte und nicht etwa einer verdeckten politischen Einflußnahme. … – Was läge den Nachkommen und Geschwistern im Geiste eines Ludwig Beck ferner?…
Ist es nicht wunderbar, dieses „Neue Gesicht Deutschlands“?

















